Immer schön der Reihe nach?

Eins meiner Lieblingsbücher ist „Magic Cleaning“ der Japanerin Marie Kondo. Ihre MariKon-Methode ist radikal. Sie besagt, dass man ein für allemal aufräumen kann, wenn man es in kurzer Zeit (max. 1/2 Jahr) und in der richtigen Reihenfolge tut: Kleider, Bücher, Schreibkram, Krimskrams, und zuletzt die Fotos - so ihre Zauberformel. Es werden keine Zimmer, sondern Sachgruppen aufgeräumt. Erst die emotional einfachen, dann die schwierigen. Bloss...

... was ist, wenn mein Keller so voll ist, dass ich gar nicht mehr weiss, was sich darin befindet? Räume ich da nicht lieber mal den ganzen Raum auf? Und ist es für mich wirklich leichter, mich von meinen Büchern zu trennen, als die Küchenutensilien (Kategorie Krimskrams) auszumisten?

Ich teile Marie Kondos Ansicht, dass Salamitaktik nichts bringt, wenn man nachhaltig Ordnung schaffen will. Lieber gründlich und in einem Rutsch, dann stellt sich der gewünschte Aha-Effekt ein. Aber wenn ich gerade unglaublich motiviert bin, den Estrich zu entrümpeln: nur zu! Das Lustprinzip funktioniert auch beim Aufräumen am besten. Da kann die richtige Reihenfolge ruhig mal hinten anstehen...

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