Tausendundein Kinderkunstwerk

Zeichnungen der eigenen Kinder sind herzerwärmend, rührend, wundervoll – und kommen oft in einer Menge daher, die an eine Heuschreckenplage erinnert. Das bringt die meisten Eltern in einen inneren Zwiespalt: Behalten sie jeden Erguss kindlicher Kreativität und versinken unweigerlich im Chaos? Oder lassen sie die Kunstwerke unbemerkt in der Altpapiersammlung verschwinden?    

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Eine Spielecke für Rosa

Wir waren daran, den Schrank im Büro aufzuräumen, als meine Kundin sagte: „Das gehört in die Spielkiste.“ Wohl wissend, dass sie keine Kinder hat, versuchte mein Kopf die Bemerkung einzuordnen. Aha, dachte ich, sie stellt ein paar Spielsachen für jungen Besuch bereit. Nachdem weitere Dinge in besagter Kiste landeten – kleine Parfums, alte Fotos, ein Büchlein, ein Haarband – begriff ich: „Das ist DEINE Spielkiste!“ „Natürlich“, lautete wie selbstverständlich die Antwort, „falls die kleine Rosa spielen will“.

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Aufschieberitis

Jetzt sind es immerhin nur noch fünf Punkte. Vor einer Woche waren es noch zwölf. Allerdings sind inzwischen wieder zwei neue dazu gekommen. Indem ich diese Zeilen hier schreibe, werde ich heute wieder einen streichen können. Einen Punkt auf meiner To-do-Liste.    

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Die Kiste mit den alten Verletzungen

Vor ein paar Tagen hatte ich Première: Zum ersten Mal wurde ich während eines Gottesdienstes interviewt. Die Programmverantwortlichen der Kirche in Sevelen hatten den Sonntagmorgen dem Thema „äusserer und innerer Frühlingsputz“ gewidmet. Nebst praktischen Tipps erzählte ich dem aufgeschlossenen Publikum unter anderem, wie innere Befindlichkeit und äusseres Lebensumfeld eng zusammenhängen.

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Vom neuen Zeitgeist

Und wieder hat ein neues Jahr begonnen. Wie jedes Jahr eben. Wir fassen Neujahrsvorsätze (vielleicht auch nicht mehr, was soll's), verstauen die Weihnachtsdeko im Estrich und tauschen ein, zwei Geschenke um. Nebenbei gewöhnen wir uns daran, am Ende des aktuellen Datums eine 7 zu schreiben. Aber wissen Sie was? Aller scheinbarer Routine zum Trotz wird dieses Jahr anders als alle zuvor! 

 

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Ich bin wertvoll.

Wir alle haben tief verwurzelte Glaubenssätze, die uns prägen – unser Leben, unsere Beziehungen, unsere Arbeit. Sie lauten etwa „Man kann im Leben nicht nur glücklich sein“ oder „Ich muss leisten, um geliebt zu werden“. In Bezug auf Geld und Fülle glauben wir, dass man „nicht den 5-er und das Weggli haben“ kann, oder dass wir kein Geld verlangen dürfen, wenn wir Gutes tun.

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Im Estrich meiner Mutter

Letzte Woche habe ich zwei Tage lang geholfen, einen Estrich zu räumen. Nicht den eines Kunden, wie sonst, sondern jenen meiner Mutter. Sie hatte mich gefragt, ob ich sie dabei unterstützen könne. Und so stiegen wir zwei bald die wackelige Ausziehtreppe hoch in den kleinen Raum unter dem Dach, wo wir uns von vorne nach hinten durcharbeiteten: 

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Das Einmachglaswunder

Mein Herz hüpfte ebenso wie die Kinder auf der Hüpfburg: Ich lag auf der Freibadwiese und hatte die Musse, mich den beiden Magazinen vor mir zu widmen. Im einen hatte ich gerade über Bea Johnson und ihren „Zero Waste“-Haushalt gelesen. Die Französin Bea und ihre Familie führen im kalifornischen Mill Valley ein Leben ohne Abfall. Fast ohne Abfall: Das Bild zum Text zeigt ein Einmachglas mit dem Müll, der sich bei den Johnsons in einem ganzen Jahr angesammelt hat – eine Handvoll Papierschnitzel und ein paar Kaugummis. Der Anblick liess mich leer schlucken. So viel wirft unsere Familie locker in zwei Stunden weg!    

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Lasst Kinder wollen!

Ben und Mia sagen oft „Mami, ich will ein Bonbon haben!“. Oder Schokolade. Oder einen Playmobil-Wikinger. Oder einfach ein Glas Wasser.

 

Haben Sie diesen Satz auch schon gehört? Wenn ja, was sagen Sie dann?  

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Ein Fall für die Krankenkasse

„Sind Sie von der Krankenkasse anerkannt?“ Als mir kürzlich ein Mann am Telefon diese Frage stellte, dachte ich im ersten Moment, er hätte die falsche Nummer gewählt. Zwei Sekunden später fiel der Balken von meinen Augen und mir wurde klar, wie berechtigt seine Frage war.

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"Leicht" ist für jeden anders

Marie Kondo ist ebenso strikt wie charmant. Ihre Aufräummethode lässt keinen Spielraum für Variationen zu. Sowohl der Zeitraum als auch die Reihenfolge beim Aufräumen sind einzuhalten. Ansonsten wird auch die fünfzigste Aufräum-aktion nichts anderes als ein vorüber gehendes Umschichten des alltäglichen Chaos’ sein. 

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Ein Kinderspiel!

Zu Beginn meiner Arbeit als Aufräumcoach plante ich ein Angebot, das ich „Aufräumen für junge Menschen und ihre Eltern - ein Kinderspiel“ nannte. Als Mutter zweier kleiner Kinder war ich mir sicher: Das wird eine gefragte Dienstleistung! Bloss: Ich hatte keine Ahnung, wie ich dies angehen sollte. 

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Zeit statt Zeug

Dieser Beitrag mag zwei Monate zu spät kommen. Doch manchmal braucht es ein bestimmtes Ereignis, damit aus einem Gedanken eine Erkenntnis reifen kann. In meinem Fall hiess das Ereignis Weihnachten. Und die Erkenntnis: Es ist wichtig, dass unsere Kinder den Wert eines Geschenkes schätzen lernen. Das geht nicht, wenn sie in einer Flut davon untergehen.     

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Sein Leben in die eigenen Hände nehmen

Leben Ihre Eltern noch? Wenn nein: In welchem Zustand haben sie Ihnen ihren Besitz hinterlassen?

Mein letzter Auftrag hat mir deutlich vor Augen geführt, welch grossen Gefallen Eltern ihren Kindern tun können, wenn sie rechtzeitig die Verantwortung für ihre Habseligkeiten übernehmen und diese zu Lebzeiten selbst ordnen. Im Falle meines Kunden war dem nicht so. 

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Ein Raum für die Seele

Wenn ich bei mir oder mit anderen aufräume, folge ich immer der gleichen Leitidee: Behalte nur, was dich glücklich macht! Es geht nicht darum, Kaputtes und Vergangenes auszusortieren. Es geht darum, mich nur mit Dingen zu umgeben, deren Anblick mich erfreut. Selbst ein Korkenzieher kann mir gefallen oder nicht.

 

Cheryl Richardson schreibt in ihrem Buch Sei dir wichtig – Extreme Self Care: „Das Ganze läuft unter der Bezeichnung ‚eine die Seele nährende Umgebung erschaffen’. Ich habe erlebt, wie es buchstäblich das Leben einer Person transformiert, wenn sie ihre Wohn- oder Arbeitsumgebung verändert. Eine die Seele liebende Umgebung ist [...] ein Raum, der mit Elementen gefüllt ist, die es uns ermöglichen, unser bestes Selbst zu sein und als unser bestes Selbst zu handeln.“

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Stress, lass nach!

Bei meinem letzten Vortrag nahmen die Zuhörerinnen und Zuhörer einen Teil mit besonders offenen Ohren auf. In der Diskussion danach nannte ich einige Beispiele für Äusserungen, die wir jeden Tag verwenden – und mit denen wir uns unbewusst selbst unter Druck setzen. „Ich hänge nach dem Abwaschen noch schnell die Wäsche auf.“ oder gar "Ich muss dann noch schnell die Wäsche aufhängen." Was löst dieser Satz in Ihnen aus? Fühlen Sie sich beim Lesen schon gestresst? Wie steht es mit „Die Excel-Liste mache ich gleich nach dieser Sitzung!“?

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Herzmuskeltraining

Ich fühle mich, als hätte mich emotional jemand durch die Mangel gedreht. Gerade habe ich meinen Sohn zum ersten Mal in den Kindergarten gebracht, um danach wieder zu gehen. Er hat sich an mich geklammert und geschrien. Eine Viertelstunde später erlebte ich dasselbe nochmal, diesmal mit meiner Tochter. Sie besucht ab heute die neue Kita-Stufe. 

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Im mobilen Bootcamp

Daran hatte ich vor unseren zweimonatigen Ferien gar nicht gedacht. Eher daran, möglichst alles einzupacken (am Ende vergassen wir doch eine Kleinigkeit, unsere Pässe). Oder daran, dass es emotional anspruchsvoll werden würde, zu viert acht Wochen in einem Wohnmobil zu verbringen. Dass unser Urlaub auch zum Bootcamp für mich als Aufräumcoach werden könnte, ging mir nicht durch den Kopf.

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Das Leben leichter loslassen

Kürzlich war ich Gast bei einem gemeinnützigen Verein von Frauen, die beruflich ältere Menschen pflegen oder im Haushalt unterstützen. Bei ihrer Arbeit kommen sie häufig in Wohnungen, die mit Erinnerungsstücken und anderen scheinbar unnützen Dingen zum Bersten voll sind. Die Frage an mich lautete: Kann man jemanden zum Aufräumen bewegen? Wenn ja, wie?

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Einfach ist sexy

Einfach schreiben ist schwierig. Schreibe ich einfach, besteht mein Text aus kurzen und aussagekräftigen Hauptsätzen. In jedem Satz steckt eine Botschaft. Verben dürfen Verben sein. Ich versubstantiviere sie nicht, bis sie keine Luft mehr haben.

 

Haben Sie Lust auf eine Übung? Dieser Satz lechzt danach, überarbeitet zu werden: „Die Kommunikation muss sachlich und offen sowie zeitgerecht, das heisst womöglich den Entwicklungen vorausgehend, und verständlich, das heisst womöglich mündlich im Dialog und unter Beantwortung von sich stellenden Fragen, erfolgen.“    

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Gerümpel und Blutgerinnsel: nahe Verwandte

Der Begriff Gerümpel tönt abwertend. Gemeinhin stellt man sich darunter ein verstaubtes Durcheinander alter, kaputter Dinge vor. Dieses Bild wird unseren persönlichen Sachen jedoch kaum gerecht. In allen von ihnen steckt ein bisschen von uns. Wenn ich davon spreche, dass Aufräumen aus 80 Prozent „entrümpeln“ (und 20 Prozent „neu ordnen“) besteht, definiere ich Gerümpel denn auch umfassender. Für mich gehören dazu alle Dinge, die ...

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Gleich und gleich gesellt sich gern

Meine letzte Kundin hatte während unseres Aufräumtages ein Aha-Erlebnis, das sie entscheidend zum Weitermachen motiviert hat und auch mir ein Highlight bescherte. Sie hatte ihren Wandschrank – unser Tagesziel – zu drei Vierteln wieder eingeräumt und war gerade beim Stapeln ihrer Puzzles, als ihr einfiel, dass sie im Wohnzimmer noch Brettspiele und (Wo denn nun? Ach ja!) in der Kommode noch Kartenspiele verstaut hatte. 

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Jahresendaufräumen? Frühlingsputz!

Spüren auch Sie die bereinigende Kraft des ausklingenden Jahres? Juckt es Sie in den Fingern, jetzt Altes loszuwerden und die Wohnung vor dem grossen Fest auf Vordermann zu bringen? Dann sind Sie nicht alleine: Das Jahresende ist in vielen Kulturen eine Zeit des Aufräumens und Reinigens. Gerade im asiatischen Raum, wo der Gestaltung unserer Räume seit jeher eine hohe Bedeutung zukommt, haben sich fest verankerte Riten daraus entwickelt. 

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50 Dinge zum Leben

Ende Oktober berichtete Marco Scheiwiller auf Radio SRF 3 über sein Selbstexperiment: Er lebte eine Woche lang mit nur 50 Gegenständen. Eine Herausforderung, besteht ein regulärer Haushalt doch aus durchschnittlich 10'000 Sachen (!). Sein Fazit ist zwiespältig: Einerseits führte die Erfahrung zu einer grösseren Klarheit in seinem Kopf. Andererseits ist so leben nicht wirklich lustig. Zu sehr sind wir den Luxus gewohnt, für jedes kleinste Bedürfnis ein entsprechendes Utensil zur Hand zu haben. Und das meist in mehreren Ausführungen – man denke an die Winter-, Sommer-, Thermo-, Jeans-, Latz-, Trainer-, Jogging-, Strumpf-, Unter-, Pyjama-, Regen- oder Badehose. Oder an die kleinen und grossen Wassergläser, die Weisswein-, Rotwein-, Schnaps-, Champagner-, Cocktail-, Bier- und Cognacgläser in unserem Küchenschrank. Oder in der Vitrine. Die einen für Gäste, die anderen "für so".

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Schenken ist wertvoller als das Geschenk

Mit dem Aussortieren von Gegenständen, die einem nicht (mehr) viel bedeuten, sind Ängste verbunden. Oft fällt es besonders schwer, Geschenke nahestehender Personen wegzugeben, oder sich von materiellen Erinnerungen an schöne Momente zu trennen. Es hilft dann zu verstehen, dass wir mit dem Entsorgen dieser Dinge keineswegs die Menschen entweihen oder gar enttäuschen, die uns damit beschenkt haben. Das Geschenk hatte im Moment des Schenkens seinen grössten Sinn, indem es uns Freude bereitete (oder bereiten sollte). 

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Freunde aufräumen?

Dass wir materielle Dinge ausmisten und neu ordnen, ist gang und gäbe. Wir können uns auch vorstellen, den eigenen Wortschatz von Ausdrücken zu befreien, die uns unbewusst unter Druck setzen und negativ auf andere wirken. Aber Freunde aufräumen? Kann man das? Darf man das?

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"Wie Nägel in meinem Kopf"

Nägel im Kopf – woran lässt Sie das denken? Ich denke sofort an heftiges Kopfweh. Jedenfalls an einen unangenehmen, schmerzhaften Zustand. Wer will das schon?

Mein Bus fährt direkt an einem Haus vorbei, in dessen Vorgarten ein Kunstwerk thront: Ein metallener Kopf, der von einem Haufen Nägel durchbohrt wird. Der Kopf ist ebenso dominant wie abschreckend. Ich stelle mir jedes Mal unweigerlich die Frage, wie es den Leuten wohl so geht, die in diesem Haus wohnen. Fühlen sie sich willkommen und fröhlich, wenn Sie nach Hause kommen und das Gartentor öffnen? 

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Ist Ihr Wortschatz schon ein Schatz?

„Pass auf, dass das Glas nicht herunter fällt!“ Und schon bedeckt die weisse Milch den schönen Holzboden. „Ich ziehe mir besser einen Schal an, damit ich nicht krank werde.“ Drei Tage später fängt die Nase an zu laufen. „Ich kriege die Krise!“ So ist es.

Was hat das, was wir sagen, mit dem zu tun, was wir erleben? Sehr viel! Wie wir sprechen, beeinflusst unsere Welt. Was ich sage, lade ich zu mir ein.   

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Front / Tisch / Esoterik

Die weit aufgerissenen Augen der Buchverkäuferin sprachen Bände: Sie war ahnungslos. Ich hatte sie mit meiner Frage aus dem Konzept gebracht. Dabei hatte ich mich nicht nach der neusten Ausgabe des Litauer Feldblumenkompendiums erkundigt. Ich wollte auch nicht wissen, welche Marke die wohl riechende Seife auf der Frauentoilette hatte. Meine simple Frage hatte gelautet: „Wo finde ich Bücher zum Thema Aufräumen?“

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Der erste Schritt bringt Sie am weitesten

Ben hat mit sechzehn Monaten seinen von uns herbei gesehnten, ersten aufrechten Schritt getan. Damit war er drei Monate langsamer als unsere Tochter Mia – und rund dreieinhalb Milliarden Jahre schneller als der Mensch an sich. So lange brauchte der, bis er sich aus den ersten Lebensformen zum Australopithecus entwickelt hatte und als solcher erstmals aufrecht ging. Das war vor etwa zwei Millionen Jahren. Wenig später, 1969, hüpfte ...

 

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